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Vielfalt leben

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Projekt zur sexuellen Orientierung am Mariengymnasium

Fünf Klassen der Jahrgangsstufe 9 des Mariengymnasiums brauchten in der vergangenen Woche jeweils einen Tag lang nicht in die Schule zu gehen: Sie machten sich stattdessen auf zum Warendorfer jugend.haus, das von der gemeinnützigen Gesellschaft Mindful geführt wird. Mindful organisiert in Kooperation mit einigen Warendorfer Schulen unterschiedliche Projekte für Jugendliche. Die Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufe 9 setzten sich an den Projekttagen mit Vorurteilen im Bereich der Sexualität, z. B. gegenüber Homosexuellen, auseinander. Ziel war es, derartige Vorurteile bewusst zu machen und stereotypen Vorstellungen entgegenzuwirken. Deutlich wurde dabei, dass Menschen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung in unserer Gesellschaft zusammen kommen und damit verbunden auch verschiedene Machtpositionen übernehmen. Die Schüler arbeiteten in getrenntgeschlechtlichen Gruppen zusammen mit dem Pädagogen Oliver Bokelmann und der Pädagogin Katharina Geiken von Mindful

Für mehr Toleranz

Die Mädchen und Jungen konnten mehr Offenheit und Toleranz für Minderheiten entwickeln und Vielfalt, auch im Bereich der Sexualität, wertschätzen lernen. Für schätzungsweise 5–10 Prozent eines Jahrgangs, die, rein statistisch gesehen, eine gleichgeschlechtliche Orientierung entwickeln, stellt diese Akzeptanz eine wichtige Grundlage dar, um sich offen und selbstbewusst in der Schule bewegen zu können und keine Angst vor Ablehnung haben zu müssen. Begeistert kamen die Schüler zurück, mit der Überzeugung, dass so ein Projekttag jedes Jahr durchgeführt werden sollte! Andrea Tussing, die als Beratungslehrerin das Projekt am Mariengymnasium ins Leben gerufen hat, freute sich sehr über dessen erfolgreichen Abschluss. Finanziert wurden die Tage mit Hilfe des Landesprogramms Bildung und Gesundheit sowie des Fördervereins der Schule.

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