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Spotlight – Theater gegen Mobbing

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Mit Theater für ein wichtiges Thema sensibilisieren

Bericht von Marina Mertens

Wo sind lockere Sprüche über andere – über deren Aussehen, Verhalten und Eigenarten – nur so zum Spaß, und wo fängt gezieltes Ausgrenzen und systematisches Fertigmachen an? Dieser Frage ging am vergangenen Montag das theaterpädagogische Team des Arbeitskreises Soziale Bildung und Beratung, asb Münster, zusammen mit den Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 des Mariengymnasiums nach. Der Projekttag zum Thema Mobbing begann in der Aula mit einem Theaterstück, das einzelne Schlaglichter auf die Stadien eines Mobbingprozesses warf. Die Situation am Ende des Stückes schien für die Figuren so verfahren, dass die Regisseurin auf die Bühne trat und die 114 Schülerinnen und Schüler im Publikum um Hilfe bitten musste.
In den einzelnen Klassen wurden anschließend die vielen Ideen zu Wegen aus der Mobbingfalle gesammelt und anhand einer Szene des Stückes konkret erprobt. Einzelne Schülerinnen und Schüler schlüpften dabei in die Rollen der Figuren des Stücks und erfuhren auf diese Weise, wie sich ihre Vorschläge für alternative Handlungsmöglichkeiten anfühlten, wie es um die Macht der Zuschauer und Mitläufer bestellt ist und was in den Tätern und Opfern vorgeht.

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Im Anschluss wurde die konkrete Situation in den Klassen beleuchtet. Die Jungen und Mädchen arbeiteten dabei in getrennten Gruppen: Wie empfinde ich die Situation in meiner Klasse? Wie gut ist unsere Klassengemeinschaft? Was wünsche ich mir für die Zukunft?
In der letzten Stunde trafen sich alle wieder in der Aula, um das Ende des Stückes zu sehen, das den Schülerinnen und Schülern eindringlich mögliche Konsequenzen für die Opfer von Mobbing vor Augen führte. Die Theaterpädagogen verabschiedeten sich, nicht ohne zu betonen, dass es nun an den Schülerinnen und Schülern liege, ein positives, von wechselseitigem Respekt geprägtes Klassenklima zu bewahren und bei Mobbingprozessen frühzeitig zu intervenieren. Eine Schülerin meldete zurück, sie sei froh, dass an diesem Tag nicht nur allgemein, sondern auch ganz konkret und offen über das Thema gesprochen wurde, so dass Missverständnisse und schwelende Konflikte in der Klasse aus dem Weg geräumt werden konnten.
Der Projekttag, der seit mehreren Jahren im Rahmen der gewaltpräventiven Arbeit am MGW durchgeführt wird, wird großzügig finanziell unterstützt vom Förderverein.

Keiner möchte gerne alleine sein!

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Foto: Annika Sulz

Projekttag der Siebtklässler gegen Mobbing

Wenn aus dem „bisschen Lästern“ mehr wird und sich eine ganze Gruppe gegen einen Einzelnen wendet, dann beginnt Mobbing. Mindestens jedes zehnte Kind ist im Laufe seiner Schulzeit davon betroffen. Das Opfer kann sich alleine nicht aus dem Prozess befreien und die Folgen sind schwerwiegend.
Dagegen kann und soll man aber etwas tun!
Am Montag, den 20. April, sind sie nun schon zum siebten Mal bei uns gewesen: die TheaterpädagogInnen des asb (Arbeitskreis Soziale Bildung und Beratung e.V.) aus Münster. Organisiert wurde dieses Projekt von Andrea Tussing aus dem Beratungslehrerteam und finanziert zum großen Teil vom Förderverein unsere Schule.

In dem Theaterstück „Spotlight“ , aufgeführt auf der Bühne der Freiherr-von- Ketteler-Schule, machte das Team des asb vier Klassen der siebten Jahrgangsstufe sichtbar, in welchen Stadien ein Mobbingprozess abläuft und wie es sich für die Betroffenen anfühlt, ausgegrenzt und angegriffen zu werden.
Dann wurde das Theaterstück abgebrochen, und alle blieben ratlos: Wie kann man diesen Mobbingprozess denn nun durchbrechen?
Mit dieser Frage gingen die Schüler und Schülerinnen mit den Teamern vom asb dann zurück in ihre Klassenverbände. Nachdem sie dort geklärt hatten, was Mobbing nun genau ist und in welchen Rollen die Klasse daran beteiligt ist, sprachen die Jungen und Mädchen getrennt voneinander über selber erlebte Situationen: Wie läuft das denn eigentlich in unserer Klasse? Welche Lösungsansätze sehen wir bei uns? Die konkrete Situation in der Gruppe wurde in der 5. Stunde gemeinsam besprochen – zusammen mit den KlassenlehrerInnen.
Zum Abschluss des Projekttages wurde das Theaterstück „Spotlight“ zu Ende gespielt – auf der großen Bühne – und dort kam es leider nicht zu einem guten Ende.
Aber die Botschaft der TheaterpädagogInnen an die Siebtklässler war klar: „So weit muss es nicht kommen! Sorgt dafür, dass niemand ausgegrenzt wird! Bei euch sehen wir großes Potential!“
 

Mädchen stärken – Jungen stärken

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Ein Präventionsprojekt in der Jahrgangsstufe 7

In der Woche vom 3.–6. Februar 2015 fand wie jedes Jahr wieder das Projekt „Mädchen stärken – Jungen stärken“ statt. Das Projekt wird vom Förderverein der Schule unterstützt.

Die Teilnehmer sollten dabei in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Durchsetzungsfähigkeit gestärkt werden, aber auch in ihrem Bedürfnis nach Gemeinschaft und Fairness. Die Jungen lernten in sogenannten „Kampfesspielen“ ihre Kräfte zu messen, in einer Kombination von Kampf, Ritual und Spiel. Bei diesen Kämpfen steht eine faire Auseinandersetzung ohne übertriebene Gewaltanwendung im Vordergrund. Jens Micke, Jugendpfleger der Stadt Telgte, der schon seit vielen Jahren mit den Jungen an unserer Schule arbeitet, stellte darüber hinaus viele jungenspezifische Themen zur Diskussion.

Die Mädchen stärkten ihr Selbstbewusstsein in einer Kombination aus Körperarbeit, Rollenspiel und Gesprächen. Sie stellten ihre Willenskraft auf die Probe, indem sie z. B. ein Brett durchschlugen, trainierten die Kraft ihrer Stimme und lernten Strategien der Selbstbehauptung kennen. Zugleich setzten sie sich aber auch mit dem Thema „Sexuelle Gewalt“ auseinander.

Andrea Tussing, die unter anderem die Fächer Sport und Praktische Philosophie an unserer Schule unterrichtet, leitet diese Projekt. Sie arbeitet dabei mit den Mädchen:
„ Wie jedes Jahr merken wir, wie gut es den Mädchen und den Jungen tut, getrennt voneinander und ganz unter sich zu sein. So haben sie die Möglichkeit, ohne Scham vor dem anderen Geschlecht persönliche Themen anzusprechen“.

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