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Spannendes Hörbuchprojekt

© Christopher Irmler / WN
Hörbuchprojekt mit Sonja van Os an unserer Schule

Hörbücher sind in. Sie dringen in ganz anderer Weise in die Vorstellung ein, als Bücher es tun, und beflügeln die Fantasie der Hörer. Unzählige Hörbuchverlage gibt es inzwischen. Aufnahmen mit berühmten Sprechern wie Eva Mattes, Rufus Beck oder Christian Brückner sind vom deutschen Markt zumindest nicht mehr wegzudenken. Es zeigt, wie wichtig das Medium in der öffentlichen Wahrnehmung von Literatur geworden ist. Ob als Lesung, als Hörspiel, als Feature oder O-Ton-Collage, Hörbücher sind bei ihren Fans in aller Munde.

Das gesprochene Wort hat in der Sprache seit jeher den Vorrang vor dem geschriebenen. „Richtiges“ Sprechen will allerdings gelernt sein. Sonja van Os hält es für wichtig, sich der Sprache auch von dieser Seite her im Bereich der schulischen Sprachförderung zu widmen. Zusammen mit der Stimm- und Sprechtrainerin Britta Huss nimmt sich die Everswinkeler Projektmanagerin, zugleich Mutter von Zwillingen in der sechsten Klasse des MGW, auf höchst professionelle Weise des Themas an und veranstaltet ein spannendes Hörbuchprojekt.

Christopher Irmler berichtet darüber in der WN vom 11.10.2016:
 

Es ist eine fatale Entwicklung, die Sonja van Os skizziert: Nach Angaben einiger Lehrer, so van Os, liege der Wortschatz angehender Gymnasiasten statt einst zwischen 1500 und 2000 Wörtern mittlerweile nur noch bei rund 750. Für die Everswinkelerin van Os Grund genug, diesem Trend entgegenzusteuern. Gemeinsam mit dem Mariengymnasium, in dem ihre Zwillinge die sechste Klasse besuchen, rief sie eine Hörbuchsprecher-AG ins Leben. Zwölf Jungen und Mädchen setzen sich auf diese Weise intensiv mit dem Themenkomplex auseinander – und das abseits des regulären Schulbetriebs. Am Samstag fiel der Startschuss des besonderen Angebots. In ihrer Schule begrüßten die Schüler Stimm- und Sprechtrainerin Britta Huss. Ein Ziel des Workshops ist es, den laut gelesenen Worten mit dem richtigen Stimmklang Leben einzuhauchen. „Es ist wichtig, vor dem inneren Auge zu sehen und wirklich zu fühlen, was man gerade liest. Entscheidend ist auch die Art und Weise des Lesens, damit beim Zuhörer entsprechende Bilder entstehen können“, betont Huss. Im Stuhlkreis sitzend, las das Dutzend die Darstellung eines Lagerfeuers. Mit jedem neuen Lesedurchgang wurde das „Feuer“ lebendiger und greifbarer; die jungen Leser verinnerlichten das zu Lesende immer stärker. Neben den gemeinsamen Übungen gab Huss ihren Schützlingen auch kleine Hausaufgaben mit auf den Weg. So gehört zur entsprechenden Präsentation eines Textes die richtige Körperhaltung, die immer aufs Neue trainiert werden müsse. Beim Einüben könnten auch die Eltern einen wichtigen Beitrag leisten. „Die Kinder sollen sich trauen, sich selbst mehr mit Sprache, Stimme und Worten sowie der Weitergabe an die Umwelt zu beschäftigen“, erläutert van Os. „Auch soll darüber das Selbstbewusstsein durch Sprache und Ausdruck gefördert werden.

„Ich habe mich riesig gefreut, dass hier eine solche Aktion stattfindet“, so Günter W. Denz, Regionalvorsitzender des „Vereins deutsche Sprache“, am Rande des Workshop-Auftakts. Auch „VdS“-Schirmherr und Literaturprofessor Prof. Dr. Roland Duhamel begrüßt das Engagement der Warendorfer. Das Resultat der AG wird auch für Außenstehende im wahrsten Sinne des Wortes hörbar sein. Junge Krimifans dürfen sich auf eine echte Premiere freuen: das erste Warendorfer Jugendkrimi-Hörspiel. Initiiert von van Os werden die Kinder dem Krimi „Das Dutzend auf der Spur der Pferdeäpfel“ Leben einhauchen. Neben dem Profi-Sprechertraining stehen Besuche im Tonstudio Telgte sowie dem Mango-Hörspiel-Studio in Köln auf der Agenda. Im Frühjahr nächsten Jahres wird das Hörspiel im Buchhandel erhältlich sein. Allerdings, betont van Os, soll es nicht bei diesem einmaligen Einsatz des Warendorfer Jugendkrimi-Hörspiels bleiben. Geplant ist eine alljährliche AG, deren Teilnehmer wiederum die nächste Ausgabe des Krimis einsprechen dürfen.

 

Lesespaß – Vorlesewettbewerb!

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© Annett Seidler / Fotolia

Tosender Applaus, lautes Trampeln, begeisterte Sprechchöre – so begeistert feuern die Schülerinnen und Schüler ihre Klassenkameraden an. Es sind die Kandidaten, die es bis ins Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels geschafft haben. Leseratten sind bei diesem Wettbewerb die Stars, die auch andere fürs Lesen begeistern und mitziehen. Deutlich wird: Wer liest, trainiert seine Kommunikationsfähigkeit und kann spannende Geschichten erzählen, die Andere mitreißen.

Mädchen und Jungen mit Freude für das Lesen anzustecken, dieses Ziel wird an unserer Schule unter Anderem mit dem Vorlesewettbewerb verfolgt. Seit Jahren nehmen unzählige Schüler der sechsten Klassen an diesem Wettbewerb erfolgreich teil. Mancher von ihnen hat sich vor dem Wettbewerb nie intensiv mit Büchern beschäftigt. Wenn bei einigen ein Funke nur für die Geschichten, für die Literatur überhaupt überspringt, ist viel schon gewonnen.

Der diesjährige schulinterne Wettbewerb wird am 4. Dezember stattfinden.

 

Eine Jury aus Lehrern und Schülern der SV muss dann die schwierige Entscheidung treffen, wer von den Kindern als Gewinner die Schule auf der Regionalebene vertreten darf. Es wird spannend werden!

O’zapft is, auf eine friedliche Kursfahrt!

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Studienfahrt des Deutsch-Leistungskurses nach München

Bericht von Carina Schlüppmann

Montag, der 7. September, 9:13 Uhr: Die Eurobahn fährt mit 20 Schülern des DeutschLKs, Herrn Paul und Frau Behrens in Richtung Münster. Von dort aus soll es für uns nach München gehen. Auch die Verspätung des Intercitys kann die Vorfreude nicht trüben. Dennoch waren am Abend alle erschöpft, als wir nach der langen Fahrt im Meininger Hotel ankamen. Dort wurden zunächst die Zimmer bezogen, bevor wir gemeinsam ins Augustiner Bräuhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite gingen, um uns ein deftiges bayrisches Essen zu gönnen. Zu später Stunde machten wir uns noch auf den Weg zum Stachus und zum Marienplatz und bewunderten die beleuchteten Gebäude.

Am Dienstagmorgen gab es dann eine richtige Stadtführung durch die Münchener Altstadt. Neben den Kirchen und Gassen standen besonders das Essen und die Brauereien im Vordergrund. Auf Hinweis der Stadtführerin genehmigten sich die meisten dann zur Mittagszeit ein bayrisches Schmankerl auf dem Viktualienmarkt. Gestärkt für den weiteren Tag gingen viele shoppen, andere wagten sich daran den „Alten Peter“ zu erklimmen, von dem aus sich ein einmaliger Blick über München darbot. Um am Abend erneut gemeinsam anzustoßen, fuhren wir alle in den Hirschgarten.

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Traurige Szenen auf dem Friedhof

Das filmende Klassenzimmer

Der Mittwoch war wohl das Highlight der Fahrt, obwohl wir früh aus dem Bett mussten. Es ging in die Bavaria-Filmstadt, wo wir am Workshop „Das filmende Klassenzimmer“ teilnahmen. Unter Anleitung von Thomas, unserem Regisseur, dachten wir uns gemeinsam eine Handlung für unseren eigenen Kurzfilm aus. Was ursprünglich ein Westernfilm werden sollte, endete schließlich als Mordkomplott um den toten Zuchthengst „Sir Henry“. Schnell waren Rollen und Kostüme zugeteilt. Szene für Szene wurde in der ehemaligen Kulisse des „Marienhofs“ abgedreht, wobei wir auch Einblicke in Kamera- und Tontechnik erhielten. Auch Herr Paul und Frau Behrens bekamen Komparsen-Rollen. Der Besuch endete mit einer Führung über das gesamte Gelände, wobei wir Paula Kalenberg über den Weg gelaufen sind, die uns allen wohl bekannt war aus der Verfilmung des Dramas „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller. Da am bayrischen Essen nicht alle so viel Gefallen fanden, ging ein Teil der Leute an diesem Abend ins Vapiano an der Hackerbrücke.

Besuch in Dachau

Am Donnerstag fuhren wir dann alle nach Dachau ins Konzentrationslager, wo das Wetter deutlich bescheidener war als in München. Auch hier erhielten wir eine Führung, bekamen Einblick in die grausamen Haftbedingungen, erfuhren etwas über die Schikanen der Wärter, wonach die Eindrücke zunächst einmal verdaut werden mussten. Am Nachmittag gab es dann wieder Freizeit, die einige damit verbrachten, die Alte Pinakothek zu besuchen, um Gemälde zu betrachten. In Dirndl und Lederhosen fuhren wir dann am Abend noch einmal zum Hirschgarten.

Am nächsten Morgen mussten bereits die Zimmer geräumt werden. Auch die Rückfahrt war langwieriger als geplant, was an einem technischen Defekt des ICEs lag. Als es beim Umstieg in Hannover nicht gleich alle aus dem Zug schafften, war das Aufsehen groß. Doch auch die vier Nachzügler kamen noch am Abend gesund zu Hause an.

Alles in allem war die Kursfahrt ein großer Erfolg. Sie hat unglaublich viel Spaß gemacht, dadurch dass wir so viel gemeinsam unternommen haben. Und auch der Lerneffekt kam bei dem Programm nicht zu kurz.

 

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