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Tag Archives: Biologie

Natur erleben

Fahrt zum Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“

In der Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde hat der Leistungskurs Biologie unter der Leitung von Frau Dr. Schöneich an einem dreitägigen Kurs über das Ökosystem See teilgenommen. Die Fahrt dauerte von Mittwoch, 08. Juni, bis Freitag, 10. Juni 2016. Die Schüler des Kurses berichten:

Am ersten Tag sind wir zunächst in das Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“ eingeführt worden. Hierbei wurden wir u. a. über das Alter der vier bei Hopsten im Kreis Steinfurt gelegenen Seen aufgeklärt. Zwei der Seen sind so genannte „Erdfallseen“, einer ist 100 Jahre alt, der andere an die 1000 Jahre. Unser erster Gang führte uns an den jüngeren, 1913 entstandenen Erdfallsee. Dort haben wir mehrere Wasserproben genommen und in Bezug auf Temperatur, Leitfähigkeit, pH-Wert, Nitrat und Eisen untersucht.

Nach der Mittagspause haben wir dann einen Rundgang durch das Gebiet des Großen Heiligen Meeres, des 1000 Jahre alten Erdfallsees, gemacht und unsere Untersuchungen fortgeführt. Wir bekamen viele Tiere zu Gesicht, verschiedene Großlibellen, Moorfrösche und auch die rätselhaften, mit den Heidschnucken verwandten „Muffelschnucken“. Herr Trappmann, der Biologe, der uns am ersten Tag begleitete, erklärte uns ausführlich und mit großer Sachkenntnis, wie der tausendjährige See entstanden ist, welche Pflanzen in dieser seltenen Landschaft wachsen und mit welchen Naturschutzmaßnahmen der Nährstoffeintrag von den umliegenden Maisfeldern eingedämmt werden soll. Deutlich konnten wir die Unterschiede zwischen den beiden Erdfallseen erkennen.

Danach ging es in die Heide mit kleinen Tümpeln, an deren Rändern Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze, in der Sonne glitzerte. Gegen 18:00 Uhr war unsere Tour beendet, und wir machten uns einen schönen und lustigen Abend in der Station. Werwölfe gingen um…

Der zweite Tag begann mit einem reichhaltigen Frühstück. Danach begrüßte uns Herr Berlemann, der Biologe, der uns für die nächsten zwei Tage betreuen sollte. Dieser stellte uns zunächst im Labor das Ökosystem See mit den verschiedenen Wasserzonen vor. Anschließend paddelten wir aus eigener Kraft auf das Große Heilige Meer, um ein Vertikalprofil des Sees zu erstellen. Dazu gehörten Messungen der Sichttiefe, des Chlorophylls, der Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidkonzentration, der Wassertemperatur, des pH-Wertes u.v.m. Auf diese Weise lernten wir das wissenschaftliche Arbeiten kennen. Einige Mutige unter uns probierten sogar die Mudde des Seebodens, welche sich als äußerst eisenhaltig herausstellte und wie Blut schmeckte. Keiner fiel in den See…

Am Nachmittag analysierten wir die Forschungsergebnisse und werteten sie aus und erstellten das bereits erwähnte Vertikalprofil in Form eines großen Diagramms. Am Abend ging ein anstrengender und lehrreicher Tag zuende, der von 9:00 Uhr morgens bis 19:00 Uhr abends mit Programm gefüllt gewesen war! Aber auch wenn wir müde waren, der Abend war wieder sehr lustig, und Dilara bewies ihre künstlerischen Fertigkeiten bei der Gestaltung des Gästebuchs!

Plankton: die Basis des Lebens

Der letzte Tag war kurz, stellte aber dennoch etwas Besonderes dar. Nach einer kurzen Einführung in die interessante Welt des Planktons – Kleinstlebewesen, die nur mit Hilfe der Strömung dahintreiben – setzten wir uns wieder in die Boote, diesmal bei strahlendem Sonnenschein. Wir fischten einiges an Plankton, um dieses später zu mikroskopieren. Anschließend begutachteten wir den Aufbau einer Seerose und beobachteten ein Haubentaucherpärchen auf seinem Schwimmnest. Zurück im Labor untersuchten wir dann die Wasserproben und lernten viele verschiedene Arten von pflanzlichem und tierischem Plankton kennen. Plankton zu klassifizieren, stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Schließlich mussten wir noch das Seeungeheuer identifizieren, das nur nachts aus der Mudde an die Oberfläche kommt…

Aufgrund dieser naturkundlichen Beobachtungen, die nicht nur Wissen vermittelten, sondern auch sehr viel Spaß machten, wurde die Kursfahrt an das Heilige Meer zu etwas Einzigartigem.

Vitamin C, Carbonsäuren und Co.

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Exkursion des Kurses Chemie (EF) zur Universität Duisburg-Essen

Man wundert sich vielleicht nicht darüber, dass eine rote Paprika mehr Vitamin C enthält als eine gelbe oder eine grüne. Die ausgereifte, rote Paprika ist für ihren hohen Vitamin C-Gehalt bekannt. Keine Zitrone enthält so viel Vitamin C wie die Paprika. Wie verhält es sich aber im Vergleich dazu mit der Vitamin C-Brausetablette? Um dieser Frage nachzugehen und sich eingehender mit den Carbonsäuren zu beschäftigen, hat sich der Chemie-Grundkurs der 10. Jahrgangsstufe zum Fachbereich Chemie der Universität Duisburg-Essen begeben. Dort konnte die Gruppe einen spannenden und aufschlussreichen Tag im Schülerlabor verbringen. Dazu kam, dass die Schüler eine Hochschule von innen erkunden konnten. Die Schüler hatten daher Gelegenheit, unterschiedlichste Fragen zu den allgemeinen Studienbedingungen zu stellen. Ermöglicht wurde die Fahrt durch die Kooperation des Mariengymnasium mit der Didaktik des Fachbereichs Chemie an der Universität Duisburg-Essen. Begleitet wurde der Kurs von Dr. Rebecca Brebeck und Sebastian Glatz, Chemie- und Biologielehrer am MGW.

 

Frau Heine-Doht verabschiedet

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Am letzten Schultag des 1. Schulhalbjahres 2014/15 wurde Frau Oberstudienrätin Marie-Theres Heine-Doht nach 38-jähriger Dienstzeit in den Ruhestand verabschiedet.

Frau Marie-Theres Heine-Doht begann ihre berufliche Tätigkeit 1977 mit dem Referendariat in Düsseldorf, in der Stadt, in der sie auch ihre erste Lehrerstelle mit den Fächern Biologie und Chemie antrat.

Aus familiären Gründen wechselte Frau Marie-Theres Heine-Doht 1996 zum Augustin-Wibbelt-Gymnasium nach Warendorf. Da es ihr großer Wunsch war, nicht nur in der Oberstufe tätig zu sein, sondern auch verstärkt in der Sekundarstufe I in den Klassen 5–10, ließ sie sich im Jahr 2010 zum Mariengymnasium versetzen.

Frau Marie-Theres Heine-Doht hat sich am Mariengymnasium stets mit großem Engagement und Sachverstand für die ihr anvertrauten Schülergruppen sowie Aufgabenbereiche eingesetzt.

In ihrer Dienstzeit war sie mehrere Jahre lang sowohl als Jahrgangsstufenleiterin als auch als Fachschaftsvorsitzende und Sammlungsleiterin in den Fächern Biologie und Chemie tätig.

Darüber hinaus war Frau Heine-Doht federführend bei der Planung und Fertigstellung des Grünen Klassenzimmers tätig. Im Rahmen des Offenen Ganztages konnten Schüler immer wieder unter der Leitung von Frau Heine-Doht erfahren, was es in einem Grünen Klassenzimmer alles zu entdecken und auch zu pflegen gibt. Sie vermittelte den Schülerinnen und Schülern, dass das Lernen nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit Herz und Hand erfolgen muss.

Frau Heine-Doht ist es auch zu verdanken, dass vor eineinhalb Jahren im Rahmen des offenen Ganztages ein erstes Inklusionsprojekt mit der Franziskusschule gestartet wurde. Dabei hat sie sich stets mit großem Engagement und Ideenreichtum für die Integration verschiedenartiger Schüler eingesetzt.

Außerdem war Frau Heine-Doht während Ihrer gesamten beruflichen Tätigkeit am MGW für den Bereich des Energieeinsparens zuständig. So trugen ihre Bemühungen und Vorführungen von Experimenten, z. B. zum „richtigen Lüften in Klassenräumen“, dazu bei, dass das Mariengymnasium in den letzten Jahren viel Energie einsparen konnte, wofür unsere Schule jedes Jahr von der Stadt mit einer großen Geldsumme belohnt wurde.

Das Mariengymnasium ist Frau Heine-Doht für ihr überaus großes Engagement sowie ihre Herzlichkeit zu großem Dank verpflichtet. Frau Heine-Doht hat die Leitbilder unsrer Schule: „Menschlich, Gemeinschaftlich, Weltoffen“ stets gelebt. Sie wird am MGW bleibende Spuren hinterlassen.

Das Mariengymnasium wünscht Frau Heine-Doht für den Ruhestand eine glückliche erfüllte Zeit im Kreis der Familie, Gesundheit und Wohlergehen.

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