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Studieren in Münster

© Adrian Grimpe

Hochschultag 2016

Bericht von Adrian Grimpe

Jeder Jugendliche kennt die Frage: „Und was hast du nach der Schule vor?“ Manche haben bereits große Pläne, sie wollen Zahnarzt werden, Grundschullehrer, Astrophysiker. Aber viele wissen noch nicht einmal, ob sie überhaupt studieren wollen, geschweige denn welchen Studiengang. Und die meisten können sich trotz großer Pläne gar nicht vorstellen, wie das überhaupt geht, Studieren. Der Hochschultag in Münster am Donnerstag (3. November) sollte den Schülern der Q1 und Q2 bei ihrer Entscheidungsfindung helfen. Das Motto: „Punkte sammeln: Studieren in Münster“. Die Fahrt wurde von der Koordinatorin der Studien- und Berufsorientierung am Mariengymnasium, Stefanie Kusche organisiert und begleitet.

Über 17 000 Schüler aus der Umgebung konnten sich in vielfältigen Veranstaltungen, Vorlesungen, Seminaren und persönlichen Gesprächen einen Überblick über das facettenreiche Studienangebot in Münster verschaffen. Für jeden war etwas dabei: Das Programm des Hochschultags umfasste rund 510 Veranstaltungen über Studiengänge wie Jura, Medizin, Physik, Wirtschaft, Religion oder Musik. In den großen Hörsälen der Universitäten erklärten Dozenten, wie die Studiengänge ablaufen, welche Themen behandelt werden, welche Chancen das Studium eröffnet, und ganz besonders: welchen Standortvorteil der Studienort Münster bietet. Die meisten waren erst einmal enttäuscht, als sie erfuhren, dass es beim Jurastudium wohl fürs Erste keine guten Noten mehr gibt. Umso besser war dafür die Aussicht auf ein überdurchschnittliches Einkommen, reichhaltige Berufschancen.

Neben zentralen Informationsveranstaltungen standen beim Programm des Hochschultages auch Führungen durch Bibliotheken sowie Seminare zu ganz spezifischen Themen auf der Tagesordnung: „Wie viel Stunden pro Woche muss ich lernen? Was hat der US-Wahlkampf mit Psychologie zu tun? Wie kann man Strömung im Wasser sichtbar machen?“ Und nicht nur das. Bei der medizinischen Fakultät konnten sich die Schüler sogar eine zweieinhalbstündige Live-OP anschauen: „Nichts für schwache Nerven!“.

Zahlreiche Veranstaltungen gaben den Schülern Gelegenheit, Einblicke in das Leben als Student zu bekommen und zum ersten Mal eine richtige Vorlesung zu erleben. Denn, wie später die meisten merkten, das Studium ist gegenüber der Schule noch einmal wesentlich anspruchsvoller. Wer allerdings noch gar keine Idee hatte, für welchen Studiengang er sich später mal entscheiden würde, ließ sich vom Team der Zentralen Studienberatung helfen. Rund um die Uhr gab es offene Sprechstunden und Beratungstermine, in denen Schüler zusammen mit Professoren überlegten, welcher Studiengang für sie am besten geeignet ist, welchen Weg sie nach der Schule wählen können. Neben Teams der Zentralen Studienberatung und des Studierendenwerks Münster waren am Hochschultag auch Studienstiftungen zu Gast, darunter die Studienstiftung des Deutschen Volkes und die Friedrich-Ebert Stiftung. Zur Orientierung im reichhaltigen Programm gaben die Hochschulen der Stadt Münster ein Programmheft heraus, das den Schülern gleichzeitig auch als Busfahrkarte diente. Tatkräftige Unterstützung erhielt das von den Hochschulen organisierte Projekt außerdem von den Stadtwerken, dem Studierendenwerk, der Agentur für Arbeit sowie der Polizei Münster.

Wenn im Vorfeld die meisten Schüler noch unschlüssig darüber waren, was sie später einmal machen sollten, so hat der Hochschultag nun neue Perspektiven eröffnet und Antworten auf ihre Fragen gegeben. Die einen fanden Bestätigung für ihre Pläne, die anderen bekamen Anreize für mögliche Studiengänge. Denn nach wie vor gilt: Die Wahl zum Studium legt die Weichen für die Zukunft.

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