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Schulchor

AKTUELL

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Schulchor hat Auftritt im Josephs-Hospital

26. Juni 2016

Auf Einladung des Josephs-Hospitals Warendorf ist der Schulchor des Mariengymnasiums unter Leitung von Peter Behrens im Foyer des Krankenhauses aufgetreten. 45 Minuten lang gab der Chor ein Programm mit aktueller Popmusik.

Die Akustik in dieser Halle, mitten im Krankenhaus, war wunderbar. Nicht, dass sich das Foyer mitten im Krankenhausbetrieb mit einer großen Zuhörerschaft gefüllt hätte. Nein, nur ab und zu kam eine Gruppe dazu, ein Arzt, ein einzelner Patient, eine Pflegerin – diese blieben aber konzentriert stehen und lauschten.

Es war außerdem schön, zu dem Klang des Flügels zu singen, der seit Kurzem neu im Josephs-Hospital Warendorf aufgestellt worden ist. Der Flügel soll künftig für Konzerte an den Wochenenden Verwendung finden. Auch das Mariengymnasium verfügt über einen Konzertflügel, der jedoch seit einiger Zeit vom Pianohaus Micke in Neubeckum überholt wird. Für die Reparaturarbeiten konnte der Chor an diesem Tag zusätzliche Spenden erhalten. Dem Chor hat der Auftritt im Josephs-Hospital gefallen, und er würde gerne wiederkommen.

 

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Vom Gregorianischen Choral zum Sprechgesang
WDR Rundfunkchor zu Gast

9. März 2016

Bericht von Gerold Paul

Unterstützt vom Chor des Mariengymnasiums hat der WDR-Rundfunkchor am Mittwoch 400 Schüler und Lehrer mit auf eine musikalische Reise genommen. Der Auftritt war Teil des Projekts „Chor@School“. Durch das Programm führte WDR 5-Moderator Johannes Döbbelt.

Das Warendorfer Theater am Wall war erfüllt von einem üppig fließenden, hochkarätigen Chorklang. Auf den niedrigen, rotsamtnen Stühlen saßen annähernd 400 Schüler des Mariengymnasiums und ließen sich vom WDR Rundfunkchor, einem internationalen Spitzenensemble, in die Musikgeschichte entführen. Dabei wurde deutlich, wie stark sich die Chormusik seit ihrem Beginn gewandelt hat. Verblüffend einfach wirkte der einstimmig vorgetragene, bis ins vierte Jahrhundert n. Chr. zurückreichende Gregorianische Choral, der den Anfang machte. Bei diesem Gesang kommt es vor allem auf das richtige Atemholen und Aussprechen der liturgischen Texte an. Wie aus der Einstimmigkeit Mehrstimmigkeit wurde, demonstrierte der Chor dann schrittweise an Chorwerken von Josquin des Préz und Orlando di Lasso aus der Zeit der Renaissance. Hierbei trug der Chor geradlinig und meditativ einen Ausschnitt aus der „Missa pange lingua“ vor, bei der, wie von Josquin vorgesehen, die verschiedenen Chorstimmen als gleichberechtigte, einander imitierende Stimmen aufgefasst werden. Um die Wirkung von Orlando di Lassos Echogesang zu verstärken, verließ ein Quartett des Chores die Bühne und stellte sich hinten im Theater auf.

Ein Zeitsprung führte die Zuhörer über Johann Sebastian Bachs kunstvoll polyphone, durchsichtig strahlende Fuge aus dem „Magnificat“ in die Zeit des Barock. Die Zeit des Barock habe sich auf die Aufführung kirchlicher Werke konzentriert, erläuterte Johannes Döbbelt, der Moderator des WDR, den Zuhörern. Die Vokalmusik sei groß gewesen in der Zeit des Barock, und Johann Sebastian Bach habe sie auf ihren Höhepunkt gebracht. In der darauf folgenden Zeit der Klassik habe jedoch die weltliche, durch den vollen Orchesterklang unterstützte Instrumentalmusik zunehmend an Einfluss gewonnen. Es war fast so, erfuhren die Schüler, als ob die Vokalmusik aufgegeben worden sei.

Erst die Musik der Romantik war wieder ganz auf die menschliche Stimme abgestellt. Die Schüler wurden nun in die heiter-melancholische Stimmung zweier typischer Werke dieser Epoche einbezogen: „Auf dem See“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und „Rosmarin“ von Johannes Brahms. Der Kölner Chor präsentierte die Werke nahezu perfekt, mit viel Gefühl für das Harmonisch-Rhythmische dieser Lieder.

Mit zwei zeitgenössischen Stücken endete die Reise durch die Musikgeschichte: Klaus Stahmers Sprechgesang „Süßer Tod“ handelt von dem unheimlichen Summen einer Stubenfliege, die taumelnd in einem Marmeladeglas verschwindet. Unheimlich still wurde es schließlich im Theater, als Eric Whitacre’s Weltmusik („The Seal Lullaby“), begleitet durch ein Klavier, zu Gehör gebracht wurde: Wie Orgeltöne baute die homophone Musik aufeinander auf und berührte das Publikum unmittelbar.

Im Vorprogramm führte der Schulchor des Mariengymnasiums unter der Leitung von Peter Behrens drei Stücke aus seinem aktuellen Programm vor. Der WDR Rundfunkchor gastierte unter der Leitung von Robert Blank.

 

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