Rückblick auf acht Jahre am MGW

„Schaff’ ich mein Abi, schaff’ ich es nicht?“

Die Abiturientia 2017 verabschiedet sich vom MGW
 
Kommentar von Camilla da Silva
 
Wenn wir als frischgebackene Abiturienten auf unsere Schullaufbahn zurückblicken, fällt uns auf, dass sie sich nicht sonderlich von der unserer Eltern, Tanten, Onkel und Großeltern abhebt. Nicht dass sie alle dieselben Büchern lasen und dieselben Matheaufgaben lösen mussten wie wir oder dass ihre Zeugnisse genauso ausfielen wie die unseren. Ehrlich gesagt wüssten wir gar nicht zu sagen, welche Daten die Schüler von damals im Geschichtsunterricht auswendig lernen mussten und wie oft die Französischlehrer damals Vokabeln abgefragt haben. Was wir aber wissen, ist, dass die Schüler, die weit vor unserer Zeit in den Prüfungsräumen schwitzen mussten, ganz ähnliche Sorgen, Ängste, Freuden und Hoffnungen hatten wie wir.
 
Denn als alles anfing nach der Grundschule, war es für sie genauso aufregend, plötzlich mit den Großen aufs Gymnasium zu gehen. Auch sie mussten sich der Herausforderung stellen, aus fremden Klassenkameraden Freunde zu machen. Auch sie zitterten beim Anblick der einen oder anderen Klassenarbeit oder Klausur, manchmal sogar beim Anblick des einen oder anderen Lehrers. Auch sie schleppten ihre Schulranzen jeden Morgen in einen Klassenraum, bekritzelten ihre Hausaufgabenhefte, sehnten bei Beginn der ersten Stunde schon die große Pause herbei und gerieten im Unterricht in durchaus unangemessene Lachanfälle. Wie wir haben auch sie geglaubt, dass der Schulalltag ewig andauern wird.
 
Doch dann fanden sie sich in der Oberstufe wieder und mussten damit beginnen, sich um die Zeit nach der Schule zu kümmern, um das, was seit jeher schon das Leben genannt wird. Und das ist nun auch unsere Aufgabe. Nachdem wir also während der letzten Schulwoche kostümiert durch die Gänge gerannt sind, uns mit unserer Unterschrift an einer Wand im Oberstufenkeller verewigt und Veranstaltungen wie unseren Kulturabend unter dem Motto M(ary)TV längst über die Bühne gebracht haben, warten abseits der Schule nun ganz andere Aufgaben auf uns. Unser Abiball markiert für uns alle einen Neustart und erlaubt uns zugleich, unsere gemeinsame Schulzeit und die vielen Erinnerungen, die währenddessen entstanden sind, zu feiern: Jetzt gehen wir getrennte Wege und bald wird der Alltag jedes Mitschülers anders aussehen. So ging es auch den Abiturienten vor unserer Zeit, obwohl sie keinen grafischen Taschenrechner besaßen und ihre Lehrer nicht an ein Whiteboard schrieben. Diese Dinge sind verglichen mit dem in der Schule immer schon auftretenden Gefühlschaos, wie es sich jetzt herausstellt, wirklich nur Nebensächlichkeiten.
 
Die Frage war wohl schon immer: „Schaff’ ich mein Abi, schaff’ ich es nicht?“
 

Marienschüler bemalen DB-Schaltkasten

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Ein schön gestalteter Schaltkasten der Deutschen Bundesbahn wird bald das Osttor in Warendorf zieren. Aktuell wurden die besten Entwürfe für die Bemalung des Kasten ausgewählt.

Bericht von Werner Schweck

Bereits vor drei Jahren startete die Fördergemeinschaft Wohngebiet Düsternstr./Diekamp das Projekt „Street art“ in ihrem Nachbarschaftsviertel. Alle achtzehn Strom- und Telefonverteilerkästen wurden nach und nach von Schülerinnen und Schüler der drei Warendorfer Gymnasien und Nachbarn des Wohngebietes bemalt und so das Viertel verschönert. Viele positive Rückmeldungen der Anwohner haben die Fördergemeinschaft zu der Idee veranlasst, auch den relativ neuen – und leider schon von Sprayern wild besprühten – großen Schaltkasten der DB am Osttor künstlerisch zu gestalten.

Schülerinnen und Schüler zweier neunter Klassen der Marienschule haben sich spontan bereit erklärt, diese schöne Aufgabe zu übernehmen. Bei einem nun anberaumten Jurytermin wurden die Entwürfe der beiden Schulklassen gesichtet und bewertet. Daran nahmen Renate Schulze Versmar und Liesel Tertilt vom Kunstkreis Warendorf, Sebastian Brinkmann und Simone Gaßmann von der Deutschen Bundesbahn, sowie Hartmut Gispert, Vorsitzender, und Werner Schweck, stellvertretender Vorsitzender der Fördergemeinschaft des Wohngebietes, teil. Alle waren sich einig, dass die Schüler wahrlich gute Vorschläge eingereicht haben.
Dr. Sabine Schöneich begrüßte als stellv. Schulleiterin die Jury-Gruppe. Nachdem Werner Schweck, stellv. Vorsitzender der Fördergemeinschaft, den beteiligten Klassen und insbesondere auch ihrer Lehrerin Inka Coppenrath für das großartige Engagement gedankt hatte, gab es von Hartmut Gispert Teilnahmeurkunden und als kleinen Obulus jeweils ein großes Eis. Gespannt sind alle schon auf die Umsetzung des Projektes am Osttor, dass die DB finanziell unterstützt. Hierzu erfolgt ein weiterer Bericht.

 

Sommerkonzert 2017

Kunterbunter Konzertabend am MGW läutet den Sommer ein

Bericht von Katharina Schleep

Über ein bunt gemischtes Konzertprogramm ihrer Sprösslinge freuten sich die Zuschauer am Dienstagabend: Musikalische Darbietungen aller Art brachten ordentlich Stimmung in die vollbesetzte Aula des Mariengymnasiums und forderten zum Mitklatschen auf.

Den Rhythmus der Musik aufgreifend, marschierten die jüngsten Konzertanten der Bläserklasse mit ihren Instrumenten in die Aula und eröffneten mit „When the Saints go marchin‘ in“ das Sommerkonzert des Mariengymnasiums Warendorf. In Kooperation mit der Kreismusikschule Beckum-Warendorf und unter der Leitung von Peter Behrens demonstrierten sie ihre Fortschritte aus einem Jahr Instrumental- und Ensembleunterricht und brachten mit der Titelmelodie zum Filmklassiker „Star Wars“ sowie einem Queen Medley bereits anspruchsvolle mehrstimmige Bläserarrangements selbstbewusst auf die Bühne.

Ohne „Google Maps“ ging es danach auf die Suche nach dem richtigen Weg: Getreu dem Schulleitbild „Menschlich – Gemeinschaftlich – Weltoffen“ setzte sich die Musikklasse 6E unter der Leitung von Sarin Aschrafi in ihrem selbst geschriebenen Minimusical „Maya findet den Weg“ mit den Themen Freundschaft und Gemeinschaft in einer Schulklasse auseinander. In der Rolle der Maya, die in ihrer neuen Klasse zunächst nicht akzeptiert wird, sang Leonie Wittenberg größtenteils solistisch von ihrer Einsamkeit und begleitete sich dabei selbst am jüngst restaurierten Bechstein-Konzertflügel. Durch Teresa da Silva mit neuem Text versehen und im Chor dargeboten verkündete der Song „Happy“ von Pharrell Williams abschließend die zentrale Botschaft: Wahre Freunde nehmen dich so, wie du bist.

Anschließend stellten die Schülerinnen der Musikklasse Jahrgangsstufe 7 ihr herausragendes Können in Beiträgen unterschiedlichster Besetzungen unter Beweis. Mit Hits wie Adeles „Skyfall“ und „Heathens“ von Twenty One Pilots musizierten sie sich sofort in die Herzen der Zuhörer. Am Flügel begleitet von ihrer Lehrerin Sarin Aschrafi sangen und rappten sie gemeinsam den Song „See you again“ von Wiz Khalifa. Mit ihren Protestsongs verschafften sich auch die Schülerinnen und Schüler des Q1-Musikkurses Gehör und ernteten tosenden Applaus: Im Rahmen des Musikunterrichtes beschäftigten sie sich mit Musik als Zeugnis politischen Engagements und entwarfen eigene, originelle Song- und Textideen, die sie professionell musikalisch umsetzten. Neben klassischem Bandinstrumentarium kamen auch Vibraphon sowie Cello und Geige zum Einsatz.

Der Tradition des alljährlichen Sommerkonzertes folgend, stand auch der Schulchor mit instrumentaler Unterstützung einiger Q1-Schüler unter der Leitung von Peter Behrens auf der Bühne und besang mit dem weltberühmten Gospel den „glücklichen Tag“. Zartere Töne erklangen dann bei mehrstimmigen Arrangements zu „Hey there Delilah“ von Plaine White T’s und „Let’s begin again“ von John Rutter, ehe sich bei Coldplay’s „A Sky full of Stars“ die Begeisterung des Publikums auch im rhythmischen Mitklatschen ausdrückte.

Dem lang anhaltenden Beifall zum Abschluss des Konzertes nach zu urteilen, war der Abend ein voller Erfolg. Neben den zahlreichen musikalischen Talenten auf der Bühne hat auch das große Engagement der Technik-AG zum Gelingen beigetragen. Das MGW freut sich zudem über die erhaltenen Spenden zugunsten der Restaurierung des Bechstein-Flügels.

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