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O’zapft is, auf eine friedliche Kursfahrt!

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Studienfahrt des Deutsch-Leistungskurses nach München

Bericht von Carina Schlüppmann

Montag, der 7. September, 9:13 Uhr: Die Eurobahn fährt mit 20 Schülern des DeutschLKs, Herrn Paul und Frau Behrens in Richtung Münster. Von dort aus soll es für uns nach München gehen. Auch die Verspätung des Intercitys kann die Vorfreude nicht trüben. Dennoch waren am Abend alle erschöpft, als wir nach der langen Fahrt im Meininger Hotel ankamen. Dort wurden zunächst die Zimmer bezogen, bevor wir gemeinsam ins Augustiner Bräuhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite gingen, um uns ein deftiges bayrisches Essen zu gönnen. Zu später Stunde machten wir uns noch auf den Weg zum Stachus und zum Marienplatz und bewunderten die beleuchteten Gebäude.

Am Dienstagmorgen gab es dann eine richtige Stadtführung durch die Münchener Altstadt. Neben den Kirchen und Gassen standen besonders das Essen und die Brauereien im Vordergrund. Auf Hinweis der Stadtführerin genehmigten sich die meisten dann zur Mittagszeit ein bayrisches Schmankerl auf dem Viktualienmarkt. Gestärkt für den weiteren Tag gingen viele shoppen, andere wagten sich daran den „Alten Peter“ zu erklimmen, von dem aus sich ein einmaliger Blick über München darbot. Um am Abend erneut gemeinsam anzustoßen, fuhren wir alle in den Hirschgarten.

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Traurige Szenen auf dem Friedhof

Das filmende Klassenzimmer

Der Mittwoch war wohl das Highlight der Fahrt, obwohl wir früh aus dem Bett mussten. Es ging in die Bavaria-Filmstadt, wo wir am Workshop „Das filmende Klassenzimmer“ teilnahmen. Unter Anleitung von Thomas, unserem Regisseur, dachten wir uns gemeinsam eine Handlung für unseren eigenen Kurzfilm aus. Was ursprünglich ein Westernfilm werden sollte, endete schließlich als Mordkomplott um den toten Zuchthengst „Sir Henry“. Schnell waren Rollen und Kostüme zugeteilt. Szene für Szene wurde in der ehemaligen Kulisse des „Marienhofs“ abgedreht, wobei wir auch Einblicke in Kamera- und Tontechnik erhielten. Auch Herr Paul und Frau Behrens bekamen Komparsen-Rollen. Der Besuch endete mit einer Führung über das gesamte Gelände, wobei wir Paula Kalenberg über den Weg gelaufen sind, die uns allen wohl bekannt war aus der Verfilmung des Dramas „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller. Da am bayrischen Essen nicht alle so viel Gefallen fanden, ging ein Teil der Leute an diesem Abend ins Vapiano an der Hackerbrücke.

Besuch in Dachau

Am Donnerstag fuhren wir dann alle nach Dachau ins Konzentrationslager, wo das Wetter deutlich bescheidener war als in München. Auch hier erhielten wir eine Führung, bekamen Einblick in die grausamen Haftbedingungen, erfuhren etwas über die Schikanen der Wärter, wonach die Eindrücke zunächst einmal verdaut werden mussten. Am Nachmittag gab es dann wieder Freizeit, die einige damit verbrachten, die Alte Pinakothek zu besuchen, um Gemälde zu betrachten. In Dirndl und Lederhosen fuhren wir dann am Abend noch einmal zum Hirschgarten.

Am nächsten Morgen mussten bereits die Zimmer geräumt werden. Auch die Rückfahrt war langwieriger als geplant, was an einem technischen Defekt des ICEs lag. Als es beim Umstieg in Hannover nicht gleich alle aus dem Zug schafften, war das Aufsehen groß. Doch auch die vier Nachzügler kamen noch am Abend gesund zu Hause an.

Alles in allem war die Kursfahrt ein großer Erfolg. Sie hat unglaublich viel Spaß gemacht, dadurch dass wir so viel gemeinsam unternommen haben. Und auch der Lerneffekt kam bei dem Programm nicht zu kurz.

 

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