Home » MENSCHLICH » Lernen durch Engagement

Lernen durch Engagement

Präsentation des diesjährigen Projekts am 5. Mai

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8, ihre Eltern und Lehrerinnen und Lehrer waren aus Anlass der Präsentation des Projekts „Lernen durch Engagement“ in der Aula der Schule zusammengekommen. Auch einige Vertreter der Einrichtungen, in denen sich die insgesamt 137 Schülerinnen und Schüler von Oktober 2014 bis April 2015 engagiert hatten, waren gekommen. Cordula Mense-Frerich, die das Projekt betreuende Lehrerin an unserer Schule, lobte die Schülerinnen und Schüler: „Ihr habt zwar nicht alle mal eben die Welt gerettet, aber hoffentlich gemerkt, dass auch kleine Schritte ehrenamtlichen Engagements wichtig sind, um etwas zu bewegen. Wir hoffen, dass ihr erste Erkenntnisse gesammelt habt, wo ihr Potential habt und was ihr in eurem beruflichen Leben später einmal machen wollt – oder auch gerade nicht!“
Anschließend präsentierten die Achtklässler ihren Eltern und Mitschülern ihre Projekte. Die Vorträge der Schülerinnen und Schüler zeigten eindrucksvoll, dass sie die Erfahrung gemacht hatten, wie wichtig es ist, einfühlsam und respektvoll mit Menschen umzugehen. Überzeugend, vielfältig und anschaulich berichteten sie von ihren Erfahrungen im Seniorenwohnheim, beim Fußball- oder Handballtraining, im Theater am Wall, beim Babykorb, beim Therapeutischen Reiten, in der Offenen Ganztagsschule, im Kindergarten, im Tierheim usw.

Fast allen ist bewusst geworden, dass es Spaß machen kann, etwas Sinnvolles zu tun. Jan und Max, die 3–5jährige Bambinis im Handball trainierten, waren sich einig: „Nicht nur die Kinder hatten ihren Spaß, sondern auch uns hat es Spaß gemacht, dort mitzuhelfen, das Training mitzugestalten und mit den Kindern zu spielen.“ Beide planen das Training auch nach der Zeit des Projekts weiterzuführen.
Antonia, die im Warendorfer Theater am Wall tätig war, denkt rückblickend, „dass die Arbeit und die Leute im Theater mir das Gefühl gegeben haben, gebraucht zu werden. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man durch eigene ehrenamtliche Tätigkeit dazu beitragen kann, dass das kulturelle Angebot in Warendorf aufrechterhalten werden kann.“
Die Arbeit mit Behinderten hat Jorinde gezeigt, dass diese nicht anders sind. „Sie sind Menschen und denken genauso wie wir, nur können sie es nicht immer so gut ausdrücken oder sagen.“ Lea musste zuerst einmal das Rollstuhl-Schieben lernen, was sich als gar nicht so einfach herausstellte, und Benedikt absolvierte sogar eine Ausbildung mit seinem Hund, damit der Hund als Begleithund mit in das Seniorenheim durfte.

Fast alle Schülerinnen und Schüler fühlten sich in ihren Einrichtungen willkommen, nur einzelne hätten sich noch abwechslungsreichere Aufgaben gewünscht. Lena, die sich bei der Bahnhofsmission in Münster engagiert hat, ist von ihren Mitarbeitern sofort als „neues Familienmitglied“ begrüßt worden. Sie hat gelernt „offen auf die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen zuzugehen“ und resümierte: Das Lernen durch Engagement-Projekt hat mir wirklich total viel Spaß gemacht, und ich finde es total wichtig, dass die nachfolgenden Jahrgange auch dieses Projekt machen dürfen. Ich glaube, dass es wirklich viel Spaß machen kann und dass man so einiges im Umgang mit Menschen und zum sozialen Umfeld lernt.“

Nach den Präsentationen gab es als kleine Belohnung leckeres italienisches Eis auf dem Schulhof, bei dem sich Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer noch einmal in lockerer Runde über die verschiedenen Aktivitäten und Erfahrungen austauschen konnten. Eine Klasse hatte sich so viel Mühe bei ihrer Präsentation gegeben, dass der Eiswagen schon gefahren war, als sie auf den Schulhof kam. Diese Klasse durfte am nächsten Tag in einer Unterrichtstunde das Eisvergnügen nachholen.

Termine

Folge uns auf Twitter

Archiv