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Flucht – Juden im Dritten Reich

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Die Flucht deutscher Juden aus der Sicht einer Zeitzeugin

Bericht von Florian Hesemann

Am 26. 01. 2016 besuchte Frau Johanna Grewer, Jahrgang 1926, die Klasse 8 A des Mariengymnasiums, um über ihre Kindheit und Jugend während des Dritten Reichs zu erzählen. In der Bibliothek der Schule hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen an die Zeitzeugin aus Lette zu richten. Einen Teil der Fragen hatten sich die Schülerinnen und Schüler zuvor während des Unterrichts überlegt, einen Teil steuerten sie spontan zum Gespräch mit der Urgroßmutter der Schülerin Stine Schöning bei. Eingebettet war die Veranstaltung in eine Reihe im Deutschunterricht zum Thema „Flucht – Juden im Dritten Reich“.

Ziel der Veranstaltung war es, eine Brücke zu schlagen in eine Zeit, die den Schülerinnen und Schülern oft sehr fern ist. Der örtliche Bezug und das bildhafte Erzählen der Zeitzeugin brachten den Schülerinnen und Schüler das Leben und den Alltag in Nazi-Deutschland, und speziell im Kreis Warendorf, näher. Besonders die Schilderungen der teilweise unmenschlichen Zuchtmethoden bei Fehlverhalten im Unterricht durch einen besonders brutalen Lehrer und die durch Indoktrination geprägte Inhaltevermittlung auf Basis des „Stürmer“ wirkten auf viele Zuhörer mindestens irritierend. Durch ihre freundliche und humorvolle Art gelang es Johanna Grewer, trotz der bedrückenden Thematik, den Schülerinnen und Schülern eine unterhaltsame und lehrreiche Stunde zu schenken.

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