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Die Erde gemeinsam tragen

Kugel (1024x768)
Foto: © Gerold Paul
Einweihung des Fassadenbildes an unserer Schule

Bericht von Adrian Grimpe

Eine Weltkugel, getragen von vielen verschiedenen Händen – das ist die Hauptaussage des Europabildes, das seit einer Woche die Frontwand des Mariengymnasiums ziert. Am Freitag feierten Schüler und Lehrer am Mariengymnasium die Einweihung des gemeinsam angefertigten Kunstwerkes. Nach einem virtuosen Musikbeitrag der Schülerin Lena-Sophie Hagemeyer hielt Lehrer Walter Schmalenstroer einen Vortrag zu Entstehung und Bedeutung des Projekts.
Erste Entwürfe und Ideen entwickelten Schüler im Jahr 2012 im Kunstkurs von Mechthild Darquenne-Danwerth. Neben zahlreichen Darstellungen mit Würfeln oder Sanduhren gab es auch schon die Idee mit den Händen, die man damals noch als „Wurstfinger“ abstempelte. Trotzdem entschieden sich die Lehrer für die Hände – und so ging es in die Produktion. Die Firma Lastech in Telgte entwickelte das Konzept am Computer neu und laserte schließlich die Form auf eine Aluminiumplatte. Fehlte nur noch die Malerei.
Und so machten sich drei Schüler – Melanie Mathanakumar, Maria Berheide und Erik Kröger – an die Aufgabe, die Weltkugel mit den Händen malerisch auf die Platte zu bringen. „Es war gar nicht so einfach, mit Acrylfarben etwas Naturalistisches zu gestalten“, sagt Inka Coppenrath, die das Projekt im Jahr 2015 übernahm, als Darquenne-Danwerth in den Ruhestand ging. Geklappt hat es dann aber doch. Vergangene Woche wurde das Kunstwerk an der Schulwand befestigt. Dies war gar nicht so einfach, denn Walter Schmalenstroer stellte fest: „Das Ding ist verdammt schwer“.
Und warum Hände? Die Hände, so der Lehrer, stünden für Gemeinschaft und Weltoffenheit. Nur gemeinsam lasse sich die Umwelt bewahren, lautet die Botschaft. Und nur gemeinsam ließen sich die „gigantischen Krisen“ in Europa bewältigen. „Wenn man nicht zusammenarbeitet, reibt man aneinander“, betont Schmalenstroer und verweist auf die Kriege des vergangenen Jahrhunderts.
Auch heute stehe Europa vielen Krisen gegenüber, und gerade deswegen sei das Projekt so wichtig, denn „diese Kugel macht zuversichtlich!“ lobt Darquenne-Danwerth die Umsetzung des Projekts.

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